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10. Juni 2022

Oschatzer bestaunen den Gral Mü
Heimatfreunde tauchen in die Geschichte ihrer Heimat ab:

Elf Mitglieder des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins waren am Mittwochabend im Geoportal Mügeln zu Gast. Die Leiterin des Geoportals Kerstin Helbig führte die Gäste durch das umgestaltete Bahnhofsgebäude und erläuterte hier, was es mit „Gral Mü“ auf sich hat (Foto). Der Oschatzer Joachim Zehme hat einen Gral für Mügeln als Kunstwerk gestaltet. Der Gral besteht aus Porenbeton, in den Porphyr, Kaolin und Schlämme eingearbeitet sind. Der Betrachter blickt von oben ins Erdinnere auf die Kräfte, die die Weiße Erde einst formten. Die Kaolinkruste in der Region Mügeln entstand bereits vor mehreren Millionen Jahren. „Gral Mü“ ist nur eines von vielen Ausstellungsstücken, die Geoportal-Chefin Kerstin Helbig den Oschatzer Heimatfreunden während der einstündigen Führung auf unterhaltsame und kurzweilige Art nahe brachte. Der größte Teil der Schau dreht sich um den Kaolinabbau – seine Geschichte und wie das „weiße Gold“ heute noch bei Mügeln abgebaut wird. Ergänzt wird die Ausstellung durch beeindruckende Fotos der Döllnitzbahn, die bis in die 1990-er Jahre ein wichtiges Transportmittel für das Kaolin gewesen war.
Text: Frank Hörügel




 


28. April 2022

Oschatzer Frauen am Pranger

Es ist ein düsteres Kapitel der Oschatzer Geschichte. 1532 wurde in der Stadt ein Pranger errichtet – und noch während der Nazi-Diktatur wurden hier Frauen zur Schau gestellt und öffentlich Demütigungen ausgesetzt. Die Heimatforscherin Gabriele Teumer hat sich mit dem Schicksal dieser Frauen beschäftigt.



Gabriele Teumer hat das Schicksal der von den Nazis gedemütigten Frauen wieder ans Licht geholt

Von Kristin Engel

Der Korbpranger. Das Narrenhäuschen. So nannte man den Pranger direkt neben dem Rundbogen des Oschatzer Rathausdurchgangs. Er wurde 1532 errichtet, um kleinere Delikte wie Feld- und Gartendiebstähle zu bestrafen. „Zänkische Weiber und Diebe mussten hier ihre Strafe verbüßen. Name und Vergehen wurden damals schriftlich und gut lesbar auf einem sogenannten Schmähzettel am Pranger den schaulustigen Bürgern mitgeteilt“, erzählt Gabriele Teumer, Autorin des Buches „Ohne Haar und ohne Würde – Oschatzer Frauenschicksale im Nationalsozialismus 1940-1945“. Was dieses Urteil jedoch mit den Menschen anrichtete, wurde erst später klar. Auch mit den Schicksalen der in der Zeit des Nationalsozialismus verurteilten Frauen, denen sich die Oschatzer Heimatforscherin widmet.

Eine „ehrlos gewordene Frau“
Viele Oschatzer kennen im Zusammenhang mit dem Pranger das Schicksal der Fuchshainerin Dora von Nessen. Ihr wurden die Haare geschoren und sie musste Demütigungen durch die Bevölkerung über sich ergehen lassen, als sie in den Pranger gestellt wurde. Sie war eine kleine, zarte und verängstigte Frau, berichtet Gabriele Teumer. Dies muss in ihrer Kindheit begründet gewesen sein: Sie hatte sehr schlechte Schulnoten und wurde nicht weiter gefördert. „Als sie älter wurde, hat sie sich bemüht, auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie dann ihren Mann kennenlernte und mit ihm in Calbitz lebte, war das für sie etwas ganz Wichtiges. Sie konnte sich zum ersten Mal entfalten und ihr eigenes Leben leben“, sagt Gabriele Teumer. Das was sie bei ihren Recherchen über Dora von Nessen so berührt hat, war, dass die Frau zwangssterilisiert wurde – einfach aus dem Grund, weil sie schlechte Noten in der Schule hatte. Am 19. September 1940 wurde sie kahlgeschoren im Oschatzer Pranger als „ehrlos gewordene Frau“ zur Schau gestellt. Sie wurde von den Oschatzern mit lautem Pfui-Geschrei empfangen. Vier Stunden dauerte dieses Martyrium. Und was war der Grund für all dies? Die aus Fuchshain stammende junge Frau hatte sich in einen polnischen Kriegsgefangenen verliebt.

Wohlbehütet aufgewachsen
Doch Dora von Nessen war nur eine von vielen Frauen, die im Oschatzer Pranger furchtbare Stunden erleiden mussten. Heimatforscherin Teumer hat viel über diese Frauen recherchiert und viel Ungerechtigkeit gefunden. Auch als sie ein Foto einer weiteren Frau im Oschatzer Pranger entdeckte, wollte sie alles über sie in Erfahrung bringen. Es handelte sich dabei um Elsa Thamm. „Im Gegensatz zu Dora von Nessen wuchs Elsa Thamm wohlbehütet als Tochter eines Gutsbesitzers und Viehhändlers an der Elbe nahe Strehla auf. Sie besuchte ab 1903 die Volksschule und konnte 1911 als Klassenbeste ihre Schule beenden“, berichtet Gabriele Teumer von ihren Recherchen. „Anschließend arbeitete sie auf einem größeren Gut als Wirtschaftsmädchen, um dort von der Hausfrau für die Führung einer eigenen Wirtschaft ausgebildet zu werden. Im Sommer 1919 ging sie mit dem acht Jahre älteren Gutsbesitzer Emil Thamm die Ehe ein. Nach dessen Aussage sei die Ehe glücklich verlaufen.“

Mit geschorenem Kopf
Etwa 20 Jahre später geriet auch Elsa Thamm in die Repressionsmaschinerie des NS-Staates. Aufgrund einer Anzeige wegen verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen sei sie Anfang November 1940 nach einem kurzen Verhör in ihrer Gemeinde verhaftet und nach Oschatz gebracht worden, erzählt Gabriele Teumer. „Der Oschatzer Kreisleiter der NSDAP ließ ihr den Kopf scheren und veranlasste, dass sie in den Pranger gesperrt wurde. Dort war sie über mehrere Stunden der Häme, dem Spott und tätlichen Beleidigungen der Oschatzer Bevölkerung ausgesetzt.“ Ihr „Vergehen“ war für alle gut sichtbar auf einen Schmähzettel geschrieben: „Dies ist die 43 Jahre alte Ida Elsa Thamm, geb. Kirsten, Bauersehefrau aus Kreinitz/O. auf einem 70 ha großen Bauernhof, die mit einem 24-jährigen französischen Kriegsgefangenen seit September 1940 intimen Verkehr unterhalten hat. Dieselbe hat sich durch dieses volksschädliche Verhalten aus der deutschen Volksgemeinschaft ausgeschlossen und hat gegen den achtbaren deutschen Bauernstand ehrlos gehandelt.“ Kurz darauf wurde Elsa Thamm zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Und das für etwas, das sie gar nicht getan hat, wie Teumer herausfand.

Denunzianten hatten gelogen
Detaillierte sexuelle Handlungen und fünf geheime Treffen wurden in der Urteilsbegründung seitens des Gerichtes aufgeführt. Der beschuldigte französische Kriegsgefangene Antoine Delory stritt die Beschuldigungen vehement ab. Der später zuständige Sachbearbeiter, Kriegsgerichtsrat Dr. Eberhard Schmidt, empfand die zugezogenen Akten in Sachen Elsa Thamm sehr dürftig. Gabriele Teumer: „Zeugen der Tat waren in den Unterlagen namentlich nicht aufgeführt. Bei der Verhandlung in Leipzig stand ihr kein Verteidiger zur Seite. Auch wurde der Ehemann weder zur Sache befragt, noch von der Verhandlung gegen seine Ehefrau in Kenntnis gesetzt. In einem vor Ort anberaumten Lokaltermin wurden die vermeintlichen Zeugen, zwei Männer, die auf dem Gut arbeiteten, in einem aufwendigen Verfahren der Lüge überführt. Sie gaben vor Ort zu, dass ihre Angaben nicht zutreffend waren. Es handelte sich dabei um einen verabredeten Racheakt, da sie verärgert darüber waren, dass der Kriegsgefangene von ihrem Arbeitgeber so gut und anständig behandelt wurde.“ Dr. Eberhard Schmidt besuchte daraufhin Elsa Thamm im Frauenzuchthaus Waldheim. „Anfänglich kam es kaum zu einem Gespräch. Sie wirkte gebrochen und verängstigt. Eine Unterhaltung war nicht möglich. Erst einige Tage später bei einem weiteren Treffen konnte sie sich zum Sachverhalt äußern.“ So konnte festgestellt werden, dass sie völlig unschuldig war. Sie war gefoltert worden und so kam ihr Geständnis zustande. Vor Gericht war sie vor Angst völlig unfähig, sich zu verteidigen.

Zu viel Freundlichkeit
Nach Verbüßung ihrer dreijährigen Haft im Frauenzuchthaus Waldheim hätte sie sogar noch in ein Konzentrationslager überführt werden sollen. Zu ihrem Glück änderte sich die Lage. „Aufgrund der kriegsgerichtlichen Untersuchung wurde die Überführung von Elsa Thamm aus dem Zuchthaus Waldheim in die Untersuchungshaftanstalt Leipzig am 14. Juli 1941 angeordnet“, so fand die Heimatforscherin heraus. „Im Ergebnis einer neu anberaumten Hauptverhandlung verwarf das Gericht aufgrund mehrerer Gutachten und des Widerrufs der Frau Thamm das unter Zwang abgelegte Geständnis. Einen generellen Freispruch gab es aber nicht. Sie wurde trotz allem zu einer Strafe von sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Als Begründung wurde ihr vorgeworfen, dem Kriegsgefangenen zu viel Freundlichkeit entgegengebracht zu haben. So habe sie ihm zum Beispiel auf Französisch zum Geburtstag gratuliert. Da durch den Zuchthausaufenthalt diese Strafe als verbüßt galt, konnte Frau Thamm zu ihrer Familie zurückkehren.“

Dora von Nessen und Elsa Thamm waren aber nicht die einzigen Opfer des anachronistischen wie entwürdigenden Strafvollzuges im Pranger zu Oschatz.


 


19. April 2022

Vom Leidensweg und besonderen Schicksalen Kriegsgefangener
Authentische Geschichte: Die Ausstellung „Stalag IV G Oschatz“ hat am 23. und 24. April geöffnet

Von Kristin Engel

Gabriele Teumer präsentiert am 23. und 24. April die Ausstellung „Stalag IVG in Oschatz“

Oschatz Was die Kriegsgefangenen zu der Zeit, als sie in Oschatz registriert wurden, erlebt haben, ist kaum vorstellbar. Und diejenigen, die diese Zeit überstanden und zurück zu ihren Familien konnten, waren geprägt – nicht mehr mit den Männern zu vergleichen, die sie waren, bevor der Krieg sie zerstört hatte.
Den Leidensweg der Kriegsgefangenen und einige ganz persönliche Schicksale präsentiert Gabriele Teumer am 23. und 24. April, jeweils 14 bis 17 Uhr im Holzhaus auf dem Gelände der alten Filzfabrik in der Ambrosius Marthaus Straße 8 in Oschatz. „Wir sind dankbar darüber, dass uns David Pfennig und Jens Hönisch die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Es handelt sich hierbei um das ehemalige Gefolgschaftshaus der NSDAP, welches unter den Werktätigen als »Holzhaus« bekannt ist“, weiß die Geschichtsexpertin vom Oschatzer Geschichts- und Heimatverein und präsentiert in eben diesem die Ausstellung „Stalag IV G in Oschatz – Kriegsgefangene und Kriegsgefangenschaft in Oschatz“. Nun sollen nicht nur die Nachfahren der Betroffenen, sondern auch alle anderen Interessierten diese Ausstellung besuchen können.
In Oschatz selbst gab es kein „großes“ Kriegsgefangenenlager. Aber die Kriegsgefangenen wurden hier registriert – im Stalag IV G – und dann in Arbeitskommandos verteilt. Stalag bedeutet Mannschafts-Stammlager. Im September 1939 kamen die ersten polnischen Kriegsgefangenen, die in der ehemaligen Gaststätte Gambrinus in der Strehlaer Straße untergebracht wurden. „Die Gefangenen wurden hier registriert, entlaust, geduscht und ihnen wurden die Haare geschnitten. Sie kamen zum Beispiel in die Filzfabrik, zum Betonwerk, zum Schuhmacher oder in die Fleischerei. Vor allem in der Landwirtschaft, im Oschatzer Umland wurden sie als Arbeitskräfte gebraucht. Darüber hinaus in ganz Sachsen, so zum Beispiel in den Hasag-Werken in Leipzig oder auch in Fabriken in Espenhain“, weiß Gabriele Teumer und spricht dabei von knapp 50 000 Gefangenen. „ Mitleid kostet Blut“, lautete eine der vielen Überschriften in den Zeitungen. Denn wer freundlich zu den Gefangenen war, musste mit harten Strafen rechnen. So hatten es diese alles andere als einfach. Zum Glück waren nicht alle Sachsen grausam und herzlos. Für die Gnade einzelner war auch der Niederländer Jacob de Wolf dankbar. Worum es dabei ging, erfuhr dessen Sohn und später dann Gaby Teumer erst nach dessen Tod. „Ich habe sein Tagebuch auf niederländisch bekommen. Jacob de Wolf verdankte sein Leben einem deutschen Wachmann.

Wachmann verhindert Auslieferung eines Juden
Denn auf dessen Unterlagen war ein deutliches J zu erkennen. Dieses stand für Jude und wäre für ihn damals der direkte Weg ins Konzentrationslager gewesen. Der Wachmann verbrannte dieses Schreiben und forderte neue Unterlagen an. Die Unterlagen von Jacob de Wolf seien nicht mehr zu lesen gewesen“, berichtet die Geschichtsexpertin. Einige Tagebücher von ehemaligen Kriegsgefangenen bekam sie in ihre Hände. Und das obwohl auf das Schreiben von Tagebüchern zu der damaligen Zeit schwere Strafen standen. Viele von den Büchern brachten sie zum Weinen. Was genau dahinter steckt, berichtet sie in der Ausstellung.
Ein weiteres Schicksal ereilte Alfred Fournel – ein Franzose, dessen Enkelsohn später oft nach Oschatz kam, um seine Geschichte zu erforschen. Dieser Kriegsgefangene war mehrere Jahre lang in der Familie des Schuhmachers Berge untergebracht. Die Familie hatte zwei Kinder und mit dem Sohn Helmut freundete er sich an. Als Alfred nach dem Krieg nach Hause konnte, machte sich sein Freund Helmut Gedanken, ob dieser gut in der Heimat angekommen sei. Sie hatten sich versprochen, in besseren Zeiten gemeinsam in Frankreich spazieren zu gehen. Dazu sei es jedoch nie gekommen. Doch Helmut hatte einen Brief an seinen Freund Alfred geschrieben, den dieser bis zu seinem Tod immer bei sich trug und erst kurz zuvor seinem Enkelsohn Jerome davon berichtete.

Kontakt zum deutschen Freund unter Strafe verboten
Zu seinen beiden Kindern hatte er nach dem Erlebten im Krieg nie eine innige Beziehung – doch dafür mehr zu seinem Enkel Jerome. Diesem vertraute er den Brief an und verriet ihm, dass es ihm unter Androhung von Strafe verboten war, Kontakt zu seinem deutschen Freund aufzunehmen. Leider hat Helmut nie erfahren, dass sein Freund sein Leben lang an ihn gedacht hat. Auch er war verstorben, bevor Jerome ihn darüber informieren konnte.

Bei Alfred und Jacob handelte es sich um Kriegsgefangene, die unter dem Schutz der Genfer Konvention standen. Und was ist mit den Gefangenen, die diesen Schutz nicht hatten? „Besonders den sowjetischen Kriegsgefangenen ist es sehr schlecht ergangen. Tausende starben in Deutschland. Später wurde ein Ehrenmal auch in Oschatz für sie errichtet“, so Gabriele Teumer und ergänzt: „Die ‚kampflose Übergabe‘ erfolgte am 26. April, fast genau vor 77 Jahren. Die Kriegsgefangenen konnten endlich nach Hause.
In den Aufzeichnungen von David Kidd, der die letzten Kriegstage in Oschatz verbrachte, fand Gabriele Teumer diese Zeilen: „Am 14. Mai saß ich in einer Dakota, gefüllt mit ehemaligen Gefangenen. Es roch nach Benzin und ich beobachtete die auf und abgehenden Flügel auf dem Flug von Halle nach Brüssel. Der Pilot blieb meist tief genug, um uns einen Blick auf die verwüsteten Städte freizugeben. Ich erinnere mich noch an Köln, wo Millionen von Glasteilchen in der Luft glitzerten. Am folgenden Tag hoben wir nach England ab und 75 Minuten später schaute ich aus dem Fenster als wir über den Kanal flogen. Schließlich sahen wir am Horizont die weißen Kreidefelsen von Dover. Und ich weinte wie ein Kind.“
Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus der Ausstellung, die am 23. und 24. April, jeweils 14 bis 17 Uhr, geöffnet hat. Über viele spannende Schicksale hat Gabriele Teumer noch zu berichten.

 


30. März 2022

Heimatverein: Wohin mit Stalag-Schau?
Neues Domizil für Ausstellung gesucht


Dana Bach und Dr. Manfred Schollmeyer im September 2021 am frisch sanierten Stein von Metzradts Grab

Oschatz „Ich bin richtig froh, dass wir uns wieder treffen dürfen“, sagte Dana Bach. Die Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins blickte zur Jahreshauptversammlung auf das Vereinsjahr 2021 zurück und gab einen Ausblick auf 2022.
Höhepunkte des Vorjahres waren öffentliche Vorträge wie die des Kriegszeugen Erhard Kaasche oder die Vorstellung des Heftes „Ohne Haar und ohne Würde“ von Vereinsmitglied Gabriele Teumer sowie ihre Führung durch das Wüste Schloss zum Denkmaltag.
Außerdem sorgte der Verein (40 Mitglieder) dafür, dass die Informationstafeln am Wüsten Schloss erneuert und wieder aufgestellt werden konnten und für die Sanierung des Metzradt-Grabsteines in der Nähe des Wüsten Schlosses.
Ein weiteres größeres Vorhaben wurde ebenfalls 2021 gestartet. Die Ausstellung zum Oschatzer Kriegsgefangenenlager Stalag IV unter Regie von Gabriele Teumer musste übergangsweise aus dem Rathaus aus- und in das Gelände der ehemaligen Filzfabrik umziehen. „Die Ausstellung soll komplett überarbeitet und neu gestaltet werden. Wir suchen jetzt nach einer Möglichkeit, die Schau dauerhaft unterzubringen“, sagte die Vereinschefin Dana Bach.

Und was ist 2022 geplant? Öffentliche Führungen durch die Stalag-Ausstellung sind am 23. und 24. April jeweils von 14 bis 17 Uhr vorgesehen. Zur Eröffnung des umgebauten Waagenmuseums am 15. Mai wird sich der Heimatverein auf dem Museumsgelände präsentieren – genau so wie zur Kleinen Gartenschau am 25. Juni.
Weitere öffentliche Veranstaltungen werden Führungen durch das Wüste Schloss zum Denkmaltag am 11. September und die Vorstellung des neuen Buches in der Reihe „Oschatzer Ansichten“ von Dr. Manfred Schollmeyer und Dana Bach „Zeugen der Stadtgeschichte – Denkmale, Gedenksteine, Gedenktafeln, Plastiken und Symbole“ am 9. November im Thomas-Müntzer-Haus sein.
FH


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